Für Armin Laschet war es ein Heimspiel: Als er am frühen Montagmorgen den Auftakt zu den diesjährigen „Essener Gesprächen“ setzte, konnte der ehemalige Kanzlerkandidat der Union, der jetzt dem Auswärtigen Ausschuss im Bundestag vorsitzt, mit einer Eigenschaft glänzen, die ihn mittlerweile im politischen Betrieb zur Ausnahmefigur macht: Der 65-jährige Aachener Christdemokrat ist nicht nur ein engagierter katholischer Laie, die Tatsache, dass er Politiker geworden ist, hängt auch zentral mit seiner katholischen Prägung zusammen. Laschet stammt aus dem Zentrum des katholischen Milieus. Und deswegen hat er auch eine ganz bestimmte Perspektive auf das Verhältnis von Staat und Kirche.
Welche Erwartungen stellt der Verfassungsstaat an Kirchen und Religionsgemeinschaften?
Eine Frage, die abstrakt klingt, jedoch ziemlich konkret ist. Das zeigten die diesjährigen „Essener Gespräche“ zum Thema Staat und Kirche.
