SILVER SPRINGS

US-Arzneimittelbehörde erlaubt Apotheken Abgabe der Abtreibungspille

Regelung gilt für Bundesstaaten, die Abtreibungen erlauben – Lebensrechtler üben Kritik.
USA: Abtreibungsbefürworter halten Schilder hoch.
Foto: IMAGO/Arvin Temkar (www.imago-images.de)

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde „Food an Drug Administration“ (FDA), mit Hauptsitz in Silver Springs im US-Bundesstaat Maryland, hat die Abgabe der Abtreibungspille „Mifegyne“ / „Mifeprex“ in US-amerikanischen Bundesstaaten, die vorgeburtliche Kindstötungen erlauben, auf Apotheken ausgeweitet. Das teilte die Behörde am Dienstag mit.

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Voraussetzung für den Verkauf des Präparats sei, dass sich die abgebenden Apotheken entsprechend zertifizieren ließen. Ferner sei für die Abgabe des Präparats die Verschreibung durch einen Arzt sowie eine schriftliche Einwilligungserklärung der Schwangeren erforderlich. Bislang war die Abtreibungspille in den USA nur in Arztpraxen und Kliniken mit entsprechender Zulassung erhältlich.


Lebensrechtler kritisieren Biden-Adminstration

Marjorie Dannenfelser, Vorsitzende der Lebensrechtsorganisation „Susan B. Anthony List“, verurteilte die Entscheidung. Mir ihr beweise die Regierung von US-Präsident Joe Biden „einmal mehr, dass ihr die Gewinne der Abtreibungsindustrie wichtiger sind als die Sicherheit von Frauen und das Leben ungeborener Kinder.“

DT/reh

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