Elias drückt ein Auge zu. Sonst verscheucht er die Pilger aus der Geburtsgrotte in Bethlehem, wenn die Franziskaner feierlich zum lateinischen Mittagsgebet mit viel Weihrauch die Stufen herabschreiten. Jetzt weist er, der seit 30 Jahren am Geburtsort Jesu Dienst tut, uns gnädig eine Stufe zu und postiert sich selbst davor. Pilger und Touristen sind seit den bitteren Jahren der Corona-Krise und des Kriegs um Gaza selten geworden. Wenige Meter entfernt, in der syrisch-orthodoxen Marienkirche, freut sich der Mesner über den seltenen Besuch, erklärt geduldig die aramäischen und die arabischen Teile der Liturgie, erzählt von seinen drei Kindern, die jetzt auswandern wollen, weil sie in Bethlehem keine Zukunft mehr sehen.
Unter Hooligans im Heiligen Land
Die Christen betreiben angesehene Schulen und Sozialprojekte im Heiligen Land, und doch sind sie zunehmend Schikanen und Diskriminierungen, Spuckattacken und Anfeindungen ausgesetzt.
