US-Vizepräsident J.D. Vance besucht in dieser Woche ein geteiltes Land. Das Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan vom August 2025 hat US-Präsident Donald Trump mitausgehandelt. Die unterzeichnete Urkunde hat Trump demonstrativ in die Kamera gehalten. Die US-Administration sieht darin einen außenpolitischen Erfolg mit prestigeträchtiger Bedeutung. Doch das Abkommen steht auf wackeligen Füßen. Aserbaidschan hat unter seinem Machthaber Ilham Alijew bereits früh einen Störenfried ausgemacht: Die armenisch-apostolische Kirche sei ein „Hindernis“ im Friedensprozess. Davon schrieben nicht nur aserbaidschanische Medien.
Störfaktor Kirche?
Vier armenische Erzbischöfe sind in Haft. Die Vorwürfe reichen von Aufwiegelung bis hin zum versuchten Putsch. Ein Kulturkampf herrscht im Südkaukasus, wie er in der armenischen Geschichte bisher einmalig ist.
