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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
Archiv Inhalt Zwischen Moskau und Brüssel

Putins Mann auf dem Balkan

Aleksandar Vučić vertritt eine zynisch-geschickte Schaukelpolitik zwischen Russland und der Europäischen Union.
Serbian President Aleksandar Vucic in Brussels
Foto: Imago/Dursun Aydemir | Der serbische Präsident Aleksandar Vučić laviert recht geschickt zwischen Brüssel und Moskau, wobei EU-Gelder ihn nicht von seiner prorussischen Haltung abbringen.

Europa war weithin in freudiger Aufregung, als der illiberale Umbau Ungarns mit der Abwahl Viktor Orbáns zu Ende ging. Wenn es um den antidemokratischen Umbau und die Kooperation mit Moskau geht, spielt auch die Slowakei vorne mit. Wer dagegen selten im Fokus steht, das ist Serbien unter seinem Präsidenten Aleksandar Vučić. Er war in den 1990er Jahren Abgeordneter in der Belgrader Nationalversammlung und Generalsekretär der vom Radau-Nationalisten und „Tschetnik-Vojvoden“ Vojislav Se(s)elj gegründeten Serbischen Radikalen Partei (Srpska Radikalna Stranka, SRS), die mit ihrer großserbischen Ideologie die Zerfallskriege Jugoslawiens befeuerte.

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