Armenien kann seinen proeuropäischen Kurs fortsetzen. Das Brüsseler Aufatmen darüber war weithin – und wohl auch in Moskau – deutlich vernehmbar. Die Spitzen der Europäischen Union gratulierten Ministerpräsident Nikol Paschinjan bereits am Montag und jubelten, Armenien habe trotz des starken russischen Drucks für eine europäische Zukunft, für Frieden und Stabilität gestimmt. Tatsächlich hat der Regierungschef nach einem maximal konfrontativen Wahlkampf knapp die Hälfte derer, die sich an der Wahl beteiligten, für seine Partei „Zivilvertrag“ gewonnen: Bei einer Wahlbeteiligung von 59 Prozent stimmten 49,8 Prozent für sie.
Putins armenische Niederlage
Die Armenier bestätigen Nikol Paschinjans Los-von-Moskau-Kurs trotz massiver russischer Einflussversuche.
