Wenn die Spezialmilitäroperation endet, womit werden wir uns dann beschäftigen?“ Diese Frage gab Wladimir Putin am 26. Juli in St. Petersburg bei einem Treffen mit Marineangehörigen anlässlich des Tages der russischen Seekriegsflotte süffisant lächelnd wieder. Er habe sie mehrfach von Menschen gehört, die Soldaten unterstützen, Tarnnetze knüpfen oder Fäustlinge stricken. Diese Menschen täten ihre Arbeit von ganzem Herzen. Sie fühlten sich als Teil einer „großen und für Russland notwendigen Sache“. Deshalb sorgten sie sich, ob sie nach dem Ende des Krieges noch gebraucht würden. Dieses „Gefühl von Einheit und Bedeutung“, so Putin, müsse erhalten bleiben.
Putin braucht den Krieg
Der Krieg gegen die Ukraine ist für den Kreml mehr als ein Mittel der Außenpolitik. Er legitimiert seine Herrschaft, stiftet Sinn und macht den Frieden zur Gefahr für das Regime.
