Nach einem Erdrutschsieg heißt der neue bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew. Lange hat sich das Land nach klaren Verhältnissen gesehnt. Wechselnde Mehrheiten und Regierungskrisen verhinderten, dass nach innen eine stabilisierende Agenda gegen Korruption und Schattenwirtschaft aufgebaut werden konnte. Auch bei außenpolitischer Festlegungen, etwa zu einer EU-abgestimmten Ukraine-Unterstützung, galt Sofia als wackliger Partner. Der frisch gewählte Regierungschef kann sich auf eine Mehrheit im Parlament stützen und bringt aus dem Amt als Staatspräsident einen emotionalen Vertrauensvorschuss mit: Zwei Mal konnte er die Direktwahl zum Staatsoberhaupt gewinnen, ein gewaltiger Erfolg.
Mittler zwischen Ost und West?
Aus Präsident wird Ministerpräsident: Rumen Radew hat die Wahl in Bulgarien gewonnen. Russland kennt er noch aus Sowjetzeiten.
