Die große Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten würde den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill gerne auf eine Sanktionsliste setzen. Nicht etwa, weil das Moskauer Patriarchat in der Russischen Föderation die privilegierte Staatskirche ist, sondern weil ihr Oberhaupt den Kriegskurs von Wladimir Putin stützt, stärkt und pseudotheologisch untermauert. Kyrill agiert als Kirchenoberhaupt, aber zugleich als Kriegspropagandist, ideologische Stütze des Regimes und unbarmherziger Zuchtmeister jener orthodoxen Russen, die den Krieg gegen die Ukraine kritisch oder differenziert sehen.
Kyrill hat seinen Krieg schon verloren
Schützt Religionsfreiheit auch Kriegshetzer und Kollaborateure? Oder dürfen sich Staaten gegen geistlich getarnte Agenten fremder Mächte wehren?
