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Kommt jetzt ein Orbán light?

Die ungarische Wahl wirft trotz des klaren Ergebnisses mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt. Ein Gastbeitrag.
Peter Magyar bei Pressekonferenz in Budapest
Foto: Imago/Xinhua | Bei Orbán-Nachfolger Peter Magyar ist nur eines sicher: Keiner weiß, wo er tatsächlich steht, meint Birgit Kelle.

Das ungarische Volk hat entschieden: 16 Jahre sind genug. Der Ministerpräsident trat sauber wie ein Gentleman ab, gratulierte seinem Konkurrenten frühzeitig zum Sieg, als erst zwei Drittel der Stimmen ausgezählt waren, sich aber bereits abzeichnete, was manche Umfrageinstitute seit Tagen voraussagten: Peter Magyar werde mit einem Erdrutschsieg gewinnen. Der Worst Case ist damit für jene eingetreten, die gehofft hatten, dass man sich, wenn auch knapp, noch in eine nächste Wahlperiode retten kann. Jetzt fürchten zahlreiche Akteure, aber auch Institutionen, die über 16 Jahre von der Unterstützung durch Fidesz profitierten, um ihre Zukunft und ihre Budgets. Siegessichere Zuversicht hatte dort bereits seit Tagen niemand mehr verbreitet, es ...

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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