Forscher rekonstruieren Radikalisierung

Osnabrück (DT/KNA) Erstmals haben Wissenschaftler in Deutschland den Radikalisierungsprozess jugendlicher Dschihadisten rekonstruiert. Islamwissenschaftler der Universität Osnabrück und Gewaltforscher der Universität Bielefeld werteten dazu die Chat-Protokolle einer Gruppe junger Muslime aus, aus der heraus später ein terroristischer Anschlag verübt wurde, wie die Forscher am Montag in Osnabrück vor Journalisten erläuterten. Demnach hat „ein selbst gebastelter Islam“ die jungen Leute radikalisiert. Deren Identität gaben die Autoren nicht preis. Die Wissenschaftler des Forschungsnetzwerks Radikalisierung und Prävention (FNPR) sprachen von einer „Lego“-Ideologie, die sich die überwiegend areligiösen jungen Männer vor allem aus dem Internet zusammengestellt hätten. Ihr Islam-Bild sei mit dem tatsächlichen Islam nicht vergleichbar, wie der Osnabrücker Islamwissenschaftler Michael Kiefer erläuterte.

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