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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
Plus Inhalt Nach Spahns Rücktritt

Es geht um mehr als Glaubwürdigkeit

Der Fall Spahn wird sich abkühlen, die eigentliche Grundsatzfrage bleibt bestehen: Wie positioniert sich die Union in bioethischen Debatten? Nutzt sie den Fall für eine heilsame Selbstvergewisserung?
Jens Spahn ist nicht mehr Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag
Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur (www.imago-images.de) | Der Fall Spahn hat das ohnehin angeschlagene Vertrauen in die Union weiter beschädigt.

Im Vordergrund der Kritik an Jens Spahn stand die Frage seiner Glaubwürdigkeit – ein Thema, das die CDU seit ihrem Sieg bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres durchgehend begleitet. Denn die CDU positioniert sich programmatisch für die Beibehaltung des Verbots der Leihmutterschaft in Deutschland. Spahn handelte als exponierter Unionspolitiker mit Kanzlerambitionen nicht bloß gegen die Beschlusslage seiner Partei. Er wich dafür in eine ausländische Rechtsordnung aus und entzog sich damit jener politischen Norm, die seine eigene Partei für Deutschland verteidigt. Diese Doppelmoral stand im Fokus der meisten Kritiken.

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