Die niederländische Gesundheitsministerin Mirjam Sterk (CDA), die ursprünglich Theologie studiert hat, hat eine kontroverse Debatte ausgelöst. In einem Vortrag an der Protestantischen Theologischen Universität in Utrecht zitierte sie den britischen Theologen Samuel Wells: „Die Kirchen haben zu lange am Rand der öffentlichen Sphäre gewartet, ohne wirklich praktische Hilfe anzubieten. Zugleich neigen sie endlos dazu, zu kritisieren, zu urteilen und zu verurteilen.“ Für eine innerkirchliche Diskussion mag dies eine provokante Feststellung sein. Aus dem Mund einer Ministerin wirft sie jedoch Fragen auf. Kritiker sehen darin eine Aussage, die zum Prinzip der Trennung von Kirche und Staat in Spannung steht.
Eine niederländische Julia Klöckner?
Nicht ganz: Die niederländische Gesundheitsministerin Mirjam Sterk beklagt, dass die Kirchen in den Niederlanden zwar Defizite in der Sozialpolitik kritisieren würden, aber selbst wenig zu einer fürsorglichen Gesellschaft beizutragen hätten.
