Als Abelardo de la Espriella die Stichwahl knapp gewonnen hatte, rief der künftige Präsident Kolumbiens seinen jubelnden Anhängern in der nordkolumbianischen Küstenstadt Barranquilla zu: „Mit unendlicher Dankbarkeit gegenüber Gott trete ich vor Sie, um Ihnen die wichtigste Nachricht zu verkünden: Das kolumbianische Volk hat mir das Vertrauen geschenkt, sein nächster Präsident zu werden.“ Die Rede im Juni endete mit einem Segensspruch: „Es lebe Christus, der König.“ Sein künftiger Vizepräsident José Manuel Restrepo ist praktizierender Katholik, geht regelmäßig in den Gottesdienst und sagt von sich selbst: „Mich zeichnet nicht die Macht aus, sondern der Dienst.“ Laut Medienberichten soll er jahrelang ...
Ein Kontinent wählt rechts
In Südamerika gewinnen Politiker mit christlich-konservativen Werten. Was heißt das? Ticken sie alle gleich? Und was sagt die Kirche dazu?
