Herr Pfarrer Fuchs, Sie waren in der Vorwoche in Armenien unterwegs, einem seit Jahren von außen bedrängten und im Inneren zerrissenen Land. Welchen Eindruck haben Sie von der Stimmung in der Gesellschaft? Meine Aufmerksamkeit galt der Lage der Kirche und den 2023 aus ihrer Heimat vertriebenen Karabach-Armeniern. Man sieht im Hinblick auf die Wahlen im Juni schon jetzt, dass das Land tief gespalten ist. Es gibt großen Hass in der Gesellschaft: Die einen sind für, die anderen gegen Premierminister Nikol Paschinjan, das hat zu einer großen Zerrissenheit geführt. Diese Zerrissenheit reicht bis in die Familien hinein. Armenien hat jüngst Frieden mit dem Erbfeind Aserbaidschan geschlossen, die Präsidenten beider Länder sprachen zuletzt in ...
„Die Zerrissenheit reicht bis in die Familien hinein"
In Armenien regiert Premierminister Paschinjan in die Kirche hinein. Nicht akzeptabel, sagt der deutsche Geschäftsführer von „Christian Solidarity International“, Pfarrer Peter Fuchs.
