Von bulgarischen Verhältnissen zu sprechen, ist noch übertrieben. Denn während im benachbarten EU-Land binnen sechs Jahren sieben vorgezogene Parlamentswahlen stattfanden, ist es im Kosovo erst die dritte seit Februar 2025. Bei der Parlamentswahl am Sonntag verlor die Regierungspartei VV von Premierminister Albin Kurti ihre Mehrheit und erreichte rund 43 Prozent, gefolgt von PDK (21), LDK (17,6) und AAK (7,2). Man ist also wieder dort, wo man im Februar 2025 war, als die Verfassungskrise begann. Die mit 37 Prozent niedrigste Wahlbeteiligung seit der Unabhängigkeit zeigt: Die Menschen haben genug von parteipolitischen Spielchen.
Die Wahl ist vorbei, die Probleme bleiben
Die Parlamentswahl im Kosovo zementiert die innenpolitische Blockade, und die Wähler verlieren die Geduld.
