Herr Professor Rödder, Ihre Diagnose ist klar: Sie haben schon weit vor der letzten Bundestagswahl festgestellt, dass es mit der linken Deutungshoheit vorbei sei. Viele Wähler hofften, dass mit einem Bundeskanzler Merz diese Erkenntnis auch in die Regierung einzieht. Das ist aus deren Sicht nicht geschehen. Diese Enttäuschung bricht sich nun im Superwahljahr Bahn? Das ist eben genau das Problem. 55 Prozent der Wähler haben nicht-linke Parteien gewählt. Sie wollten einen Politikwechsel. Stattdessen gibt es eine schwarz-rote Koalition. Die Union steckt dabei in einem Teufelskreis. Sie muss der SPD Zugeständnisse machen, weil sie den linken Partner für die Koalition braucht, und für Zwei-Drittel-Mehrheiten werden auch noch die Grünen und ...
„Die Volksfront bedeutete den sicheren Tod für die Union“
Für Andreas Rödder steckt die Union in einem Teufelskreis fest. Sollte es der CDU nicht gelingen, ihr strategisches Defizit zu ändern, schlägt das im Superwahljahr voll durch.
