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Die vergessenen Opfer

In der DDR gab es Zwangsadoptionen – Nun sollen die Fälle besser aufgearbeitet werden. Von Michael Kunze
Andreas Laake vor dem Gefängnis
Foto: dpa | Andreas Laake vor dem Gefängnis, in dem er nach seinem Fluchtversuch inhaftiert war. In dieser Zeit wurde sein Sohn Marco geboren – erst 29 Jahre später konnte er zum ersten Mal sein Kind in die Arme schließen.

Was der Leipziger Andreas Laake erlebt hat, kann sich kein Drehbuchautor ausdenken. In der Nacht auf den 11. April 1984 will der in der DDR unangepasste 23-Jährige mit seiner schwangeren Frau in einem Schlauchboot über die Ostsee in den Westen fliehen. Ihr noch ungeborenes Kind soll nicht in der Diktatur aufwachsen. Auf See aber werden sie verhaftet. Laake wird wegen Republikflucht zu vier Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt, sitzt sie im berüchtigten Zuchthaus Brandenburg-Görden ab. Der junge Mann und 15 Mitgefangene in einer Zelle, Arbeit im Drei-Schicht-System, Besuch nur alle zwei Monate, Kontaktverbot zur Ehefrau. Im Prozess hatte er alle Schuld auf sich genommen, um seine Frau zu schützen.

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