1948-2023

"Die Tagespost" feiert 75-jähriges Jubiläum

Aufbruch und Neuanfang: Genau in zwölf Monaten feiert „Die Tagespost“ ihre Gründung vor 75 Jahren. Ein Festakt in Würzburg soll den Blick nach vorne richten.
Tagespost feiert Jubiläum
Foto: Jakob Dombrowski | Verlag und Redaktion werden sich alle Mühe geben, denen ein oder zwei schöne Tage in Würzburg zu bereiten, die mit der Zeitung feiern wollen.

Irgendetwas hat sie wohl richtig gemacht. Oder nicht so ganz falsch gemacht. Jedenfalls gibt es „Die Tagespost“ jetzt seit einem dreiviertel Jahrhundert und am 9. September kommenden Jahres wird sie ihr 75-Jahr-Jubiläum in Würzburg festlich und fröhlich begehen. Der „Jubiläums-Reiter“ im Titelkopf, der ab dieser Ausgabe ein Jahr lang auf Seite eins den Augsburger Postreiter aus der Gründungszeit der Zeitung ersetzen wird, soll den Weg markieren, auf dem sich die Redaktion bereits mit einigen besonderen Initiativen auf den runden Geburtstag der Wochenzeitung hinbewegen wird.

Über alle Jahrzehnte hinweg katholisch geblieben

Wenn „Die Tagespost“ etwas richtiggemacht hat, dann wohl zunächst, dass sie über alle Jahrzehnte hinweg katholisch geblieben ist – nicht als kirchliches Blatt, sondern als säkulare Zeitung, die mit einem christlichen Urteil die ganze Wirklichkeit in den Blick nimmt und über den Tellerrand des innerkirchlichen Raums hinauszublicken weiß. „Die Tagespost“ hilft, am Leben der Weltkirche teilzunehmen. Das Wort der Päpste war und ist für sie wichtig. Sie liefert Analysen und Kommentare, um innerkirchliche Entwicklungen einordnen zu können. Und sie gibt Anregungen für das Glaubensleben. Darüber hinaus aber informiert sie aus katholischer Perspektive über das Weltgeschehen. Sie hat die Politik und Wirtschaft im Blick, berichtet über gesellschaftliche Themen, widmet sich ausführlich den Medien und der Kultur. Als mittlerweile älteste katholische Zeitung im deutschen Sprachraum will sie mündige Christen begleiten, die weltzugewandt mitten im Leben stehen und sich nicht auf eine Insel der Seligen zurückziehen möchten.

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Dennoch braut sich gerade in der katholischen Kirche deutscher Zunge etwas zusammen. Und dieses Etwas riecht nach Aufbruch und Neuanfang. Wenn „Die Tagespost“ am 9. September 2023 ihr rundes Jubiläum feiert, wird es den Synodalen Weg nicht mehr geben. Dafür steht dann die Weltsynode kurz vor ihrem römischen Abschluss, die bis dahin hoffentlich manche Kopfgeburten des deutschen Gremienkatholizismus universalkirchlich durchlüftet hat. Zudem will die Ampel-Regierung die Gesellschaft umbauen.

Neue Netzwerke, Partnerschaften und Beziehungen

Ukraine-Krieg, Energie-Krise und Preissteigerungen lenken davon ab, dass Rot-Gelb-Grün tief in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen eingreifen wollen. Gender, der Familien-Begriff und das Lebensrecht jedes Menschen von seiner Zeugung bis zu seinem natürlichen Tod sind Themen, um die es neben dem neuen Kalten Krieg auch gehen wird und die wache Christen nach Plattformen suchen lassen, auf denen sie sich informieren und vernetzen können. „Die Tagespost“ mit ihrem Online-Auftritt gehört dazu.

Denn das kommt hinzu: Dank der neuen und der sozialen Medien sind in den letzten Jahren viele Netzwerke, Partnerschaften und Beziehungen entstanden, die auch die „Tagespost“ pflegt und weiter ausbauen will. War es früher mühsam und schwierig, einen gemeinsamen Ort und eine Zeit für ein persönliches Treffen zu vereinbaren, macht man heute einfach eine Video-Konferenz. Zwar mögen sich viele Kirchen leeren, aber es gibt Orte, wo in jungen Gemeinschaften oder traditionsreichen Institutionen Menschen zusammenkommen, den Glauben leben und weitergeben. Auch da hat die Zeitung die Entwicklungen nicht verschlafen und berichtet jetzt schon ausführlich, wo – auch in deutschen Landen – die Kirche wirklich jung ist und lebt. Alles das soll beim Jubiläums-Fest in einem Jahr zum Ausdruck kommen und wird uns ab jetzt ein Jahr lang beschäftigen.

Feiern Sie mit der Zeitung

Doch das Wichtigste kommt am Ende: Wie bisher schon werden beim Jubiläum der Zeitung am 9. September kommenden Jahres Sie, liebe Leserinnen und Leser, im Mittelpunkt stehen. Verlag und Redaktion werden sich alle Mühe geben, denen ein oder zwei schöne Tage in Würzburg zu bereiten, die mit der Zeitung feiern wollen. Selbstverständlich werden auch ein feierlicher Gottesdienst und ein gemeinsames Festessen auf der Tagesordnung stehen. Der Festakt selber soll im Würzburger Congress Centrum am Mainufer stattfinden.

Noch wird es etwas dauern, bis Programm und die Modalitäten der Teilnahme fertig sind und per Anzeige in der „Tagespost“ veröffentlicht werden. Doch im ersten Quartal des kommenden Jahres werden sich alle diejenigen anmelden können, die an der Feier des 75-Jahr-Jubiläums dieser Zeitung persönlich teilnehmen wollen.

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

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