In Albanien tragen Demonstrierende rosa Flamingos aus Pappe durch die Straßen. Die Proteste begannen im Küstendorf Zvërnec und haben inzwischen die Hauptstadt Tirana erreicht. Bis zu 250.000 Menschen jeden Alters und aller sozialen Gruppen gehen auf die Straße. Man spricht von der „Flamingo-Revolution“. Sie richtet sich gegen Korruption, Umweltzerstörung und politische Missstände. Auch die zögerliche EU steht in der Kritik, weil viele eine stärkere Unterstützung erwarten. Noch bleiben die Proteste friedlich. Doch Ungeduld und Frust wachsen. Ein Umschlagen in Gewalt würde der jungen, aktiven Zivilgesellschaft schaden.
Die Flamingo-Revolution
Albanien erlebt Massenproteste für eine politische Wende. Renovabis-Pressesprecher Thomas Schumann meint: Das Land braucht eine glaubwürdige EU-Beitrittsperspektive.
