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Die EU steht vor neuen strategischen Realitäten

Die Europäische Union bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Integration und Sicherheit. Das zeigt vor allem die Frage nach dem Beitritt der Ukraine.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
Foto: IMAGO/Julien Mattia / Le Pictorium (www.imago-images.de) | Mit ihrer Erfahrung im Verteidigungskrieg kann Selenskyjs Ukraine zum Mitgestalter der künftigen europäischen Sicherheitsarchitektur werden.

Jahrzehntelang war die Erweiterung eines der erfolgreichsten politischen Projekte der Europäischen Union. Sie dehnte eine Gemeinschaft der Demokratie, des Wohlstands und der Stabilität auf einem Kontinent aus, der sich von Spaltung und Konflikten befreite. Zudem vollzog sie sich in einem strategischen Umfeld, in dem die grundlegenden Fragen der europäischen Sicherheit weitgehend geklärt schienen. Diese Annahme trifft nun nicht mehr zu. Russlands vollumfängliche Invasion der Ukraine hat die Grundlagen der europäischen Sicherheitsordnung erschüttert. Gleichzeitig hat die Unsicherheit über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen die Fragen nach Europas Rolle in puncto Verteidigung und Abschreckung wieder aufleben lassen.

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