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Plus Inhalt Interview mit katholischer Politikerin

„Der Verfall des Menschen führt zum Verfall der Institutionen“

Spanien sei relativistisch, egoistisch und materialistisch geworden, kritisiert die konservativ-katholische Politikerin María San Gil. Dies hänge mit dem Verlust des Glaubens zusammen.
María San Gil
Foto: Asociación Católica de Propagandistas | María San Gil war Vorsitzende des konservativen „Partido Popular“ (PP) im Baskenland und ist stellvertretende Generalsekretärin des katholischen Laienverbands „Asociación Católica de Propagandistas“.

Frau San Gil, welches Spanien findet Papst Leo XIV. ab 6. Juni vor? Von außen betrachtet ist ein deutlicher institutioneller Verfall zu erkennen. Inwieweit wirkt sich der auch moralisch auf die Gesellschaft aus? Ich glaube, es ist eher umgekehrt: Der Verfall des Menschen führt zum Verfall der Institutionen. Wir neigen dazu, Politiker und Institutionen so zu betrachten, als stünden sie außerhalb der Gesellschaft. Aber Politiker sind Menschen wie wir alle. Sie stehen nur stärker im Licht der Öffentlichkeit. Die Krise ist vor allem eine Krise des Menschen. Wir sind relativistisch, egoistisch und materialistisch geworden. Diese Haltung, die für mich eindeutig mit dem Verlust des Glaubens zusammenhängt, überträgt sich auf Politik und ...

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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