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Das Kreuz mit der Identitätspolitik

„Christliches Abendland“ ja, christliches Bekenntnis nein? Im neuen AfD-Vorstand bekennen sich nur zwei von 14 Personen zu einer Kirche.
Alice Weidel und Tino Chrupalla
Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur (www.imago-images.de) | Von den AfD-Parteivorsitzenden Weidel und Chrupalla ist weder etwas über eine Kirchenmitgliedschaft bekannt, noch über persönliche Glaubensüberzeugungen. Gleiches gilt für die übrigen Vorstandsmitglieder.

Das einschlägige Zitat von Alexander Gauland stammt aus dem Jahr 2016: „Wir sind keine christliche Partei. Wir sind eine deutsche Partei, die sich bemüht, deutsche Interessen wahrzunehmen.“ Anderthalb Jahre später sagte Alice Weidel, die AfD sei „die einzige christliche Partei, die es noch gibt“. 26 Prozent der Katholiken und 27 Prozent der Protestanten würden derzeit laut einer INSA-Umfrage AfD wählen. Unter den Konfessionslosen sind es 30 Prozent. Die AfD inszeniert sich politisch als Heilsbringerin: als einzige Lösung in einer existenziellen Krise, die sich einer Phalanx von Feinden gegenübersieht und von deren Sieg letztlich das Überleben des Volkes abhängt.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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