Würzburg

CSU-Politiker Geis: Union muss Familie ins Zentrum stellen

Es braucht mehr überzeugte Katholiken in der Politik, meint der langjährige CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis im Tagespost-Interview.
CSU-Politiker Norbert Geis
Foto: Tim Brakemeier (dpa) | Die katholische Grundüberzeugung hat nicht mehr den Stellenwert, wie sie ihn in der Gründungszeit der Bundesrepublik und in vielen Jahren unter der Regierungsverantwortung der Unionsparteien hatte“, beklagt Geis.

„Wir brauchen in der Politik wieder mehr Katholiken, die in ihrem Glauben gut verankert und bereit sind, die öffentliche Sache zu ihrer Aufgabe zu machen“, erklärt Norbert Geis im Interview mit der „Tagespost“. Der Rechtsanwalt aus dem unterfränkischen Aschaffenburg war von 1987 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages. In der Unionsfraktion war der CSU-Politiker für seine klare Kante und katholisch-konservative Positionen bekannt. 

Klares Profil aus christlicher Prägung vonnöten

„Die katholische Grundüberzeugung hat nicht mehr den Stellenwert, wie sie ihn in der Gründungszeit der Bundesrepublik und in vielen Jahren unter der Regierungsverantwortung der Unionsparteien hatte“, beklagt Geis, der in der CSU mehr katholische DNA sieht, als bei der Schwesterpartei. Die Union brauche heute wieder ein klares Profil aus ihrer christliche Prägung heraus. Dazu müsse sie die Inhalte besetzen, die zu ihren Werten passten. 

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Geis fordert, dass die Union das Thema Familie wieder ins Zentrum ihres politischen Handelns stellen müsse. „Hier dürfen wir das Heft nicht länger aus der Hand geben“, betont Geis. Insbesondere dürfe das christliche Familienbild in unserer Gesellschaft nicht verloren gehen. „Die Familie, die aus Vater, Mutter und Kindern besteht.“ 

Auch in weiteren Politikfeldern muss die Union nach der Auffassung von Norbert Geis wieder ein eigenes Profil entwickeln. So erwarteten die Menschen in der Innen- und Sicherheitspolitik Stabilität und die Bewahrung unserer liberalen Gesellschaftsordnung. Dazu gehöre eine konsequente Verbrechensbekämpfung. Daneben bedürfe es einer Asylpolitik, die nicht ungehemmt alle Türen öffne.  DT/hwu

Was Norbert Geis an katholischen Politikern wie Konrad Adenauer faszinierte und er heute vermisst, erfahren Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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