Schwangere, die auf ihren Bauch zeigen, um nicht verprügelt zu werden, Meuten, die mit Knüppeln und Schlagstöcken auf ihre Nachbarn losgehen, Vermummte, die mit der Nationalflagge wedeln: Es sind erschreckende Bilder, die seit Wochen von Südafrika aus in die Welt gehen. Die fremdenfeindlichen Bewegungen „March and March“ und „Operation Dudula“ blasen in vielen Städten des Landes zum Sturm auf Einwanderer aus Simbabwe, Mosambik, Malawi oder Kongo, und das ausgerechnet in dem Land, auf das die Welt lange mit Hoffnung blickte, die einstige „Regenbogennation“, der es gelungen war, Ausgrenzung und Rassismus zu besiegen.
Afrikanische Vetternwirtschaft
Das Versagen der Linken befeuert den rechtspopulistischen Fremdenhass in Südafrika. Bereits Zehntausende Einwanderer ohne gültige Papiere sind schon wieder ausgereist.
