Der US-Wahlkampf wirkt befremdlich. Das liegt nicht allein an den riesigen Geldsummen, die hier das Sagen haben. Wer gab vor vier Jahren noch einen Pfifferling auf Donald Trump? Nun ist er wieder obenauf. Europäische Regierungen fürchten eine neue Eiszeit der Beziehungen zu den USA. Und das angesichts der Bedrohungslagen durch Russland und China. Der greise Joe Biden klebte zu lange an seiner Machtoption. Erst auf der Zielgeraden räumt er das Feld. Vielleicht zu spät für seine Partei? Es wird scharf geschossen, nicht allein mit Worten. Die US-Gesellschaft ist tief gespalten. Risse gehen durch Familien, Betriebe, Vereine: Trump gilt seinen Anhängern als Messias, seinen Gegnern als Dämon. Für ein „Dazwischen“ bleibt kaum Platz.
Zerstrittene Demokratie
Was kann in einer zerrissenen Gesellschaft Einheit stiften? Dieser Frage geht unser Kolumnist Elmar Nass nach.
