Studie: Ungleichheit nimmt zu

Berlin (DT/KNA) Die Ungleichheit in Deutschland hat sich laut einer Studie auch in den zurückliegenden Boomjahren der Wirtschaft verfestigt. Während einzelne Städte und Kreise florierten, drohten ganze Regionen langfristig abgehängt zu werden, wie aus einer am vergangenen Dienstag veröffentlichten Analyse für die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung hervorgeht. Mehr als 13 Millionen Menschen lebten in Regionen mit großen Strukturproblemen.

Wo die Infrastruktur bröckele, verlören die Menschen auch das Vertrauen in Politik und Demokratie, weil sie sich abgehängt fühlten, warnte die Stiftung.

Steigende Beschäftigungszahlen hätten nicht dazu geführt, die Gräben zwischen reichen und ärmeren Gegenden zu ebnen, hieß es. Der „Wohlstandsgraben“ entzweie auch Städte. Selbst in wirtschaftlich erfolgreichen Städten drohten Menschen mit mittlerem Einkommen, Familien mit Kindern und Senioren in die Armut abzurutschen. Denn zu stark wachse der Druck durch steigende Mieten und Lebenshaltungskosten. Die Autoren der Studie empfehlen, die Kommunen zu stärken. Finanzmittel müssten sich am jeweiligen Bedarf orientieren.

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