Am Wochenende hielt ich Vorträge auf einem akademischen Seminar katholischer Studenten in der Zisterzienserabtei Marienstatt im Westerwald. Wir diskutierten über Moral und Recht im Sozialstaat, über Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, ausgehend von den drei großen lukanischen Gleichnissen: barmherziger Samariter, barmherziger Vater, unbarmherziger reicher Prasser. Öfter war in der Debatte zu hören: Wir müssen den Egoismus austilgen. Aber das genau ist der Irrtum, der vielen unserer sozialpolitischen und wirtschaftspolitischen Debatten, auch und gerade aus gut gemeinter katholischer Sicht, zugrunde liegt: Der Egoismus gehört nachparadiesisch zum Menschen wie die Nase ins Gesicht.
Sprit für den Esel?
Die geplanten Tankrabatte sind eine sozialpolitische Bankrotterklärung. Der Sozialstaat soll den Schwachen helfen. Angezeigt wären passgenaue Maßnahmen.
