Kolping: Neue Vorsitzende gewählt

Ursula Groden-Kranich
Foto: KNA | Ursula Groden-Kranich.

Köln (KNA) Erstmals steht künftig eine Frau an der Spitze des Kolpingswerks: Die Bundesversammlung des Sozialverbandes hat Ursula Groden-Kranich am vergangenen Samstag in Köln zur neuen Vorsitzenden gewählt. Die Mainzer CDU-Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich ist gelernte Bankkauffrau. Als ihre zentralen Themen in der Bundespolitik nennt die 53-Jährige die Europa- und Familienpolitik sowie die Kultur- und Medienpolitik. Sie folgt auf Thomas Dörflinger (53), der von 1998 bis 2017 für die CDU im Bundestag gesessen hat. Dörflinger hatte nach 14 Jahren nicht erneut für den Vorsitz des Kolpingwerkes kandidiert.

Ein Schwerpunkt der Bundestagung war die bevorstehende Europawahl. Vor diesem Hintergrund hob die Versammlung hervor, dass für das Kolpingwerk die EU „Garant für Freiheit und Frieden, Stabilität und Wohlstand in Europa“ bleibe. Allerdings dürfe sich die EU nicht ausschließlich als Wirtschaftsraum verstehen, „sondern auch als Raum des sozialen Zusammenhaltes“. Im Mittelpunkt des Binnenmarktes müsse der Mensch stehen. Die europäischen Institutionen müssten gestärkt werden, auch damit Europa nach außen hin mit einer Stimme sprechen könne. Das in Köln ansässige Kolpingwerk Deutschland hat bundesweit mehr als 230 000 Mitglieder. Katholische und evangelische Christen engagieren sich im Rahmen des Verbandes in Gesellschaft, Politik und Kirche. Benannt ist der Zusammenschluss nach dem „Gesellenvater“ Adolph Kolping (1813–1865).

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