Politik wird in der Öffentlichkeit häufig als Debatte darüber betrieben, wer vom Staat wie viel Geld bekommen und wer wie viel bezahlen soll. Diese Verkürzung des Politischen wird dann noch weiter verkürzt, indem man die Ausgabendebatte auf solche Polaritäten wie „Investitionen“ versus „Sozialausgaben“ herunterbricht. Dieser Gegensatz ist künstlich. Investitionen in die Infrastruktur sind häufig die bedeutenderen „Sozialausgaben“ als bloße Mittelüberweisungen an Antragsteller. Infrastruktur ermöglicht nämlich aktive Teilhabe, auf die es Sozialpolitik mehr ankommen sollte als auf passives Versorgen, das über ein Mindestniveau hinausreicht.
Infrastruktur ist auch Sozialpolitik
Linker Populismus, nein danke: Sozialpolitik sollte die Voraussetzungen dafür bereitstellen, dass Menschen tätig sein können, statt sie in die Passivität zu drängen.
