In den vergangenen Wochen hat die Blockade der Straße von Hormuz im Rahmen des Iran-Konflikts den globalen Energiemarkt wieder an eine alte Wahrheit erinnert: Es braucht keinen vollständigen Stopp der Passage, damit Öl und Gas erheblich teurer werden, schon eine Unsicherheit genügt. Die Bedeutung der Meerenge lässt sich in zwei Zahlen fassen. Nach Angaben der US-Energieinformationsbehörde (EIA) entfielen 2024 und im ersten Quartal 2025 mehr als ein Viertel des weltweiten seeseitigen Ölhandels und etwa ein Fünftel des globalen Öl- und Produktverbrauchs auf Hormuz. Rund ein Fünftel des weltweiten LNG-Handels nahm denselben Weg, vor allem aus Katar, und ging überwiegend nach Asien. An diesen Größenordnungen hängt die Preismechanik: Je ...
Hormuz zeigt, wie abhängig vom Öl die Welt ist
Was wurde eigentlich aus „Peak Oil“? Die Krise an der Straße von Hormuz wirkt wie ein Lehrstück über die Verwundbarkeit moderner Energieversorgung – aller Klimapolitik zum Trotz.
