Der Eindruck, dass die Welt aus dem Gleichgewicht geraten ist, befällt derzeit viele. Die in der Nachkriegszeit mühsam aufgebaute Friedensordnung zerbröckelt nicht nur an den Enden der Erde, sondern überall um uns herum und mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sogar vor unserer Haustür. Noch im letzten Jahrhundert trug der Kalte Krieg seinen Namen, weil die Mächte der Welt sich nicht offen bekämpften, sondern durch gegenseitiges Wettrüsten in einem relativen Gleichgewicht standen, sodass kein heißer Krieg entbrennen konnte. Kurz vor dem fatalen Flammensprung stand der Planet allerdings 1962: Die Kubakrise provozierte einen globalen Atomkrieg.
Frieden ist die Ordnung der Würde
Im drohenden Schatten globaler Zerstörung entwarf Johannes XXIII. eine politische Ethik des Friedens: die Enzyklika „Pacem in terris“. Die ist auch heute aktuell.
