Ukraine

BKU verurteilt russische Aggression

Der Bund katholischer Unternehmer unterstützt die Sanktionen gegen Russland vorbehaltlos.
Ulrich Hemel  fordert, die Ukraine an die EU heranzuführen.
Foto: Bernd von Jutrczenka (dpa) | Ulrich Hemel, Vorsitzender des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), fordert, die Ukraine an die EU heranzuführen.

Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) kritisiert den völkerrechtswidrigen Einmarsch Russlands in die Ukraine auf das Schärfste und lobt die Sanktionen des Westens gegenüber der russischen Wirtschaft. „Es ist eine eklatante Verletzung des Selbstbestimmungsrechts des ukrainischen Volkes und der territorialen Integrität der Ukraine. Dazu bricht der russische Präsident die Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen“, erklärt der BKU-Vorsitzende Ulrich Hemel. Der Unternehmerverband fordert deswegen eine sofortige Einstellung der Kriegshandlungen und den Rückzug der russischen Truppen aus der Ukraine.

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Hemel: Schäden für einheimische Wirtschaft müssen in Kauf genommen werden

Der BKU unterstütze die verhängten Sanktionen ausdrücklich. „Uns ist dabei durchaus bewusst, dass durch die Maßnahmen vielen Unternehmen und unserer eigenen Wirtschaft ein erheblicher Schaden entstehen wird“, ergänzt Hemel. Angesichts der Schrecken des Krieges, des Leids der Zivilbevölkerung und der hunderttausenden Flüchtlinge sei die Vorgehensweise allerdings ohne Alternative. „Viele deutsche Unternehmen unterstützen aktuell Menschen in der Ukraine und Geflüchtete durch persönliche Hilfsangebote. Unser Partnerverbände in den Nachbarländern der Ukraine engagieren sich stark in der Flüchtlingshilfe“, berichtet der BKU Vorsitzende.

Neben der Unterstützung der Menschen in der Ukraine werde es erforderlich sein, deutsche Unternehmen, die durch den Krieg unmittelbar in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerieten, ähnlich der Soforthilfe in der Corona-Pandemie zu unterstützen.

Hemel: Ukraine an die EU heranführen

Für die Zukunft fordert Hemel, die Ukraine schnell in den Kreis der Bewerber für eine EU-Mitgliedschaft aufzunehmen und so ein Bekenntnis dazu abzulegen, dass Europa sich dem Staat und dem Volk der Ukraine verbunden fühle und man gemeinsame Werte und Grundüberzeugungen teile. DT/sta

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