475 Jahre ist es her, dass Bartolomé de Las Casas im spanischen Valladolid vor den Thron Karls V. trat: Der Kaiser wollte wissen, wie es in der Neuen Welt um die Missionierung der Indios bestellt sei. Weinend fiel Las Casas auf die Knie: Zu Tausenden habe er die Indios leiden und sterben gesehen; im Tode verweigerten sie das Sakrament, um nicht in den Himmel zu müssen, in welchem sie die Spanier glaubten – von solchem Ausmaß sei das Unrecht, das die Kolonialherren ihnen zufügten (so wenigstens die ergreifende Romanerzählung Reinhold Schneiders). Niemals sonst in der Geschichte ist ein Missionsvorhaben derart pervertiert worden, dass man die Missionare mehr fürchtete als die Hölle.
Bartholomé de Las Casas und die Rentenreform
Was ein spanischer Dominikaner der frühen Neuzeit mit der Generationengerechtigkeit zu tun hat.
