Warum gibt es mehr Erdbeben am See Genezareth?

Internationale Experten machen beschleunigte

Grundwasserentnahme für die Häufung verantwortlich

Jerusalem (KNA/DT) Die jüngste Häufung von Erdbeben in der Region um den See Genezareth könnte einer aktuellen Untersuchung zufolge auf eine beschleunigte Grundwasserentnahme zurückzuführen sein. Zu diesem Schluss kommt eine Studie israelischer und US-amerikanischer Forscher, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtete. Im September 2013 sowie im Juli und August 2018 kam es um den See Genezareth zu sogenannten Schwarmbeben, bei denen fünf beziehungsweise 15 Beben mit einer Stärke von bis zu 4,5 auf der Richterskala gemessen wurden. Beide Erdbebenschwärme fallen laut den Forschern des wissenschaftlichen „Geological Survey of Israel“ und der Universitäten Kalifornien und Miami in die Perioden des stärksten Grundwasserabsinkens. Demnach fiel der Grundwasserspiegel im Zeitraum der Schwarmbeben 2018 um rund 50 Meter. Die Beben ereigneten sich in einer Entfernung von zwei bis zehn Kilometern von den Pumpstationen.

Lange Zeit diente der See Genezareth als Hauptfrischwasserquelle in Israel. Aufgrund des starken Abfallens des Wasserpegels sank die abgepumpte Wassermenge seit den 1990er Jahren von 500 Millionen Kubikmetern jährlich auf 60 Millionen Kubikmeter in jüngster Zeit. Die analysierten Daten zu Grundwasserleitern, Verformungen und seismischen Bewegungen deuten laut der Studie darauf hin, dass die Grundwasserentnahme die Erdbebenschwärme verursacht haben könnte.

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