Spärlich fällt das Licht in die winzige Kapelle. Vier Stühle passen hinein, nicht mehr. Es ist ein Ort der Andacht und Erinnerung. Ein schmaler Zugang vor der Abteikirche hat hierhergeführt. An der Bruchsteinwand hängt ein Holzkreuz. Darunter steht ein kleiner Tisch mit einem hölzernen Kopfbildnis des Columban von Iona. Daneben haben Gläubige Kerzen hinterlassen, Muschelschalen, Geldstücke, Vogelfedern, getrocknete Blüten, einen Apfel. Hier, so besagt ein Hinweis, befand sich der Grabplatz des Heiligen. Doch die Zeit hat die Zeugnisse und Spuren verwischt. Schließlich sind seither über 1400 Jahre vergangen.
Schottlands heilige Insel
Der Vater der Verbreitung des Christentums in Schottland war ein Ire: der Mönch und Missionar Columban von Iona. Auf der Insel ging er 563 an Land und gründete ein Kloster. Ein Besuch.
