Wer wie wir von Nordosten ins Französische hineinfährt, kann fast nicht anders, als in Reims und Chartres haltzumachen, selbst wenn das geographische Ziel der Reise Hunderte Kilometer entfernt liegt. Gilt die Rede vom Weg als Ziel etwas, dann in solcher Hinsicht. Wir müssen uns diesen Gebirgen aus Stein aussetzen, den Kathedralen beider Orte und der Basilika Saint-Remi. Während die Reimser Kathedrale umringt steht von Menschenscharen und Baumaschinen an der Fassade rattern, liegt die keine zwei Kilometer entfernte einstige Abteikirche im Stillen. Beide sind im Ersten Weltkrieg von deutschem Beschuss schwer versehrt worden. An Saint-Remi rekonstruierte man 40 Jahre. Einem der Gebäude den Vorzug zu geben, fällt schwer. Schon im 7. ...
Ein Fluss, der Leonardo und Sankt Martin verbindet
Gleich einer Perlenkette reihen sich zahllose Schmuckstücke zu beiden Seiten der Loire aneinander. Sie zeugen von menschlichem Geltungsdrang, Lebenslust und tiefer Gottesbeziehung.
