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Als der Herr auf den Dachboden umziehen musste

1578 verloren die Katholiken Amsterdams ihre Kirchen an die Calvinisten. Gottesdienste mussten sie fortan im Verborgenen feiern, in Versteckkirchen. Eine dieser Kirchen ist bis heute erhalten.
Zeitgenössische Darstellung des calvinistischer Bildersturms von 1566.
Foto: IMAGO / GRANGER Historical Picture Archive | In den Niederlanden wurden Bilder und Altäre im Zuge der Reformation zerschlagen, die Kirchen ausgeräumt.

Gemächlich gleiten auf der Gracht die Rundfahrtboote vorbei. Die Köpfe der Touristen drehen sich nach den Hinweisen der Stadtführer zu besonders schön verzierten Giebeln der Grachtenhäuser. Hier, am Oudezijds Voorburgwal, im ältesten Teil von Amsterdam, pochte einst das katholische Herz der Stadt, die im 13. Jahrhundert begonnene Oude Kerk, die Alte Kirche. Dicht an dieses altehrwürdige Bauwerk heranrückende Häuser verdecken den unteren Teil seiner Fassade, sodass sich nicht sogleich erschließt, wo der Eingang zu finden ist. Tritt man nach Entrichtung des Eintrittspreises in die dreischiffige Hallenkirche ein, befindet man sich in einem Kokon aus Stille, Licht, warmen Farben und ebenmäßigen Bauelementen der niederländischen Gotik.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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