Die ersten beiden Teile zeigten: Der Mensch verfügt über eine moralische Kompetenz, die sich bereits im Kleinkindalter offenbart (Teil 1). Searles Chinese Room demonstrierte, dass syntaktische Operationen nicht zu semantischem Verstehen führen. Während KI statistisch aus Millionen Beispielen lernt und Tiere durch Gewohnheit, zeichnet sich der Mensch durch Vernunft und Freiheit aus (Teil 2). Diese Vermögen ermöglichen Transzendenz: Der Mensch kann über das unmittelbar Gegebene hinausgehen, das Intelligible erfassen, sich zu seinen eigenen Impulsen in Distanz setzen. Beides ermöglicht die vollkommene Verwirklichung des Person-Seins: die Beziehung zu anderen Menschen und schließlich zu Gott, der als dreipersonaler, wesentlich Beziehung ist.
Die schleichende Verkümmerung der Person
Beziehung, Körper und Sprache: Die Gefahr droht nicht durch superintelligente Systeme, die die Macht übernehmen. Dritter und letzter Teil der Tagespost-Serie „Person, Tier und KI“.
