Wer sich mit seinem Geschlecht schwertut, stößt heute schnell auf das Narrativ vom „falschen Körper“… Gerade Jugendliche in der Pubertät erleben ihren Körper oft als belastend. Konflikte mit dem biologischen Geschlecht bedeuten ein erhebliches Leiden, was vielerlei Folgestörungen nach sich ziehen kann und nicht kleingeredet werden darf. Wenn den Jugendlichen dann gesagt wird: „Du bist im falschen Körper geboren. Mit Hormonen und Operationen lässt sich das lösen“, klingt das wie ein sehr attraktives Angebot. Es verspricht eine greifbare Lösung, ohne sich schwierigen Entwicklungs- oder Therapieprozessen stellen zu müssen. Zunächst wirkt das Angebot entlastend: Andere verändern meinen Körper – und damit, so ...
„Wer einmal Pubertätsblocker erhält, verlässt selten diesen Weg“
Psychiater Martin Feichtinger über das Leid von Menschen mit Geschlechtsdysphorie, die Risiken von Hormonen und Operationen und die Frage, ob sie den Betroffenen tatsächlich helfen.
