Es gibt in unserer Welt sehr viel Not. Eine der größten Katastrophen ist, dass unzählig viele Kinder an Hunger leiden. Obwohl eigentlich genug Essen für alle Menschen da wäre, haben die einen mehr als genug und die anderen fast gar nichts. Das ist ungerecht, oder? Es bricht einem das Herz, wenn wir an Kinder denken, die hungrig aufwachen und sich auch hungrig schlafen legen müssen.
Das ist kein Hunger, wie wir ihn kennen, das ist ein Hunger, der lebensbedrohlich ist. Doch die gute Nachricht ist, dass jeder Einzelne von uns dazu beitragen kann, dass diesen Kindern geholfen wird. Ich stelle euch daher Mary’s Meals vor, eine Organisation, die mit einer genialen Idee die Welt verändert. Auch ihr Kinder könnt sehr viel tun! Ich verrate euch, wie das geht.
Viele kleinen Taten der Liebe
Die Vision von Mary’s Meals ist einfach: Jedes Kind soll täglich eine Mahlzeit in der Schule erhalten, und jene, die mehr haben, als sie benötigen, sollen mit denen teilen, denen sogar das Nötigste zum Leben fehlt. Durch die Schulmahlzeit können die Kinder überhaupt erst in die Schule gehen, weil sie die Kraft zum Lernen bekommen. Durch den Schulbesuch wiederum haben sie die Möglichkeit, später einen Beruf zu erlernen und können so aus der Armut herauskommen.
Ist es nicht staunenswert, dass die Idee eines einzelnen Menschen, die in die Tat umgesetzt wird, die Welt verändern kann? In diesem Fall war es der Schotte Magnus MacFarlane-Barrow, der 2002 Mary’s Meals gründete. Heute ist es eine Bewegung, die Menschen auf der ganzen Welt verbindet. Der Gründer sagte einmal: „Mary’s Meals umfasst eine Ansammlung von vielen kleinen Taten der Liebe. Wenn Sie alle diese freiwilligen Gaben addieren, ergibt dies eine wunderschöne Sache.“
Bevor ich euch erzähle, was auch ihr tun könnt, erzähle ich euch eine Geschichte über einen Jungen, sein Name ist Roger. Roger lebt auf der afrikanischen Insel Madagaskar. Es gibt dort wunderschöne Pflanzen und besondere Tiere, die nirgendwo sonst auf der Erde zu finden sind. Gleichzeitig ist Madagaskar eines der ärmsten Länder der Welt. Rogers Leben ist schwer. Er leidet jeden Tag unter großem Hunger.
Seine Familie ist bitterarm. So gern würde er zur Schule gehen, auch wenn diese eine Stunde zu Fuß entfernt ist. Doch für den Weg reicht seine Kraft nicht aus. Doch eines Tages ändert sich sein Leben. Mary’s Meals kommt und das Schulspeisungsprogramm beginnt.
Täglich bekommen die Kinder nun eine warme, nährstoffreiche Mahlzeit in der Schule. Auch Roger erfährt davon und nimmt den weiten Weg durch die Eukalyptusbäume auf sich. Er erinnert sich genau an den Tag, als Mary’s Meals kam, denn alle Kinder waren voller Freude. Rogers Leben hat sich total verändert. Er kann nun Kind sein, zur Schule gehen,
Freunde finden, lernen, Fußball spielen und essen. Dies ist die Geschichte eines von drei Millionen Kindern, die aktuell täglich eine Schulspeisung durch Mary’s Meals bekommen. Nicht nur das Leben der Kinder, sondern auch das Leben ihrer Eltern und der ganzen Dorfgemeinschaft wird verändert, weil allen Hoffnung geschenkt wird.
Wie ihr ebenfalls helfen könnt
Möchtet auch ihr helfen, dass diese Zahl weiterwächst und immer mehr Kinder diese Hilfe bekommen? Jeder kann mit seinen eigenen Begabungen und kreativen Ideen dazu beitragen. Überall auf der Welt gibt es Freiwillige jeden Alters, die in unterschiedlichsten Aktionen Geld für die Kinder sammeln, Mary’s Meals weiter bekannt machen oder durch ihr Gebet unterstützen. Schon mit 22 Euro kann ein Kind ein Schuljahr lang mit Essen versorgt werden. Eine Mahlzeit kostet nur elf Cent.
Ihr könnt eure eigene Spendenaktion organisieren und dazu zum Beispiel in der Schule oder Kirchengemeinde Kuchen verkaufen oder gebastelte Dinge wie zum Beispiel Armbänder, Kerzen oder anderes. Wie wäre es mit einem Flohmarkt, einem Entenrennen am Fluss, einem Lauf oder einer Theateraufführung?
Es kann riesige Freude bereiten, so ein eigenes Projekt mit Freunden oder in der Schule zu organisieren. Eure Eltern, Lehrer oder andere Erwachsene stehen euch sicher mit Rat und Tat zur Seite. Toll ist es, bei jeder Spendenaktion auch immer über Mary’s Meals zu informieren, damit die Menschen erfahren, wohin das Geld geht und immer mehr Leute davon erfahren.
Dafür könnt ihr euch Flyer und andere Materialien einfach kostenlos über die Homepage bestellen (www.marysmeals.de). Der Advent oder die Fastenzeit sind auch gute Zeiten, um eine Spendenaktion durchzuführen. Wir haben dafür zum Beispiel die „Fill Mugs“-Aktion im Kindergarten durchgeführt. Die Kinder sammelten Geld in einer Tasse, die durch Aufkleber von Mary’s Meals zu einer Spardose umgewandelt wurde.
Auch Omas, Opas und andere Verwandte und Freunde wurden miteinbezogen. Kurz vor Weihnachten brachte jeder seine gefüllte Tasse mit und sie wurden zusammengeschüttet. So kann einiges an Spenden zusammenkommen und viele Menschen erfahren von der guten Sache. Diese Aktion wird auch an sehr vielen Schulen durchgeführt und immer wieder kommen neue dazu. Ein anderes tolles Projekt ist das Rucksackprojekt.
Dafür werden nicht mehr genutzte Rucksäcke und Schulranzen gesammelt und nach einer Packliste mit Schulmaterialien, Hygieneartikeln und Kleidung gefüllt. Stellt euch vor, das ist oft das erste Geschenk, das diese Kinder in ihrem Leben erhalten. Vielleicht wollt ihr auch als Familie einmal das Buch von Magnus MacFarlane-Barrow „Eine Schale Getreide verändert die Welt“ lesen. Es ist ein Buch voller inspirierender Geschichten.
Maria liegen arme Kinder sehr am Herzen
Der Name Mary’s Meals bezieht sich übrigens auf Maria, die Mutter Jesu. Denn auch Maria hat ihren Sohn in Armut aufgezogen. Denken wir nur daran, wie es für sie und Josef gewesen sein muss, als sie mit dem neugeborenen Jesuskind nach Ägypten geflüchtet sind: in ein fremdes Land, wo sie niemanden kannten. Maria kennt die Not. Und sie ist die stärkste Fürbitterin für hungernde Kinder. Die Anfänge von Mary’s Meals führen außerdem an den Marienwallfahrtsort Medjugorje in Bosnien.
Diesen Ort hat der Gründer Magnus oft besucht und hat dort viel gebetet. Er hat dort auch den Ruf verspürt, sein Leben ganz in den Dienst für die Armen zu stellen. Und so ist nach und nach Mary’s Meals entstanden.
Am Anfang dieses Jahres möchte ich dich ermutigen, groß zu träumen und Gott zu fragen, was du für ihn tun kannst. Er hat Großes mit jedem von uns vor, und wenn wir mit ihm gehen, können wir gemeinsam die Welt verändern und sein Licht in die Dunkelheit bringen.
Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.











