Harald Michel leitet seit 1992 das Institut für Angewandte Demographie (IFAD), das sich als gemeinnützige Forschungseinrichtung mit „politikrelevanten Fragestellungen der Demographie“ beschäftigt, insbesondere mit Vorausberechnungen zum demografischen Wandel und seinen Folgen in den ostdeutschen Bundesländern. Im Interview mit der „Tagespost“ erklärt der Soziologe, wie die gestern vom Statistischen Bundesamt bekannt gegebenen, rekordniedrigen Geburtenzahlen einzuordnen sind.
„Ich staune über die Naivität der Politik“
Die Geburtenzahlen sind historisch niedrig. Der Demograph Harald Michel spricht über die Ursachen und warnt: Alle Parameter deuten auf einen weiteren Rückgang hin.
