Große Männer werden gern als Solitäre inszeniert. Doch oft sind sie, biografisch gesehen, „Gemeinschaftswesen“: Ihr Mut, ihr Werk, ihr Glaube wuchsen im Gegenüber zu einer Frau, die korrigiert, schützt, erträgt, mitdenkt – und deren Name auf den Buchtiteln meist fehlt. Ein solcher Blick auf „große Männer und ihre Frauen“ ist kein nachtragender, sondern ein befreiender: Er korrigiert den Mythos des genialen Einzelkämpfers und stellt das Persönliche und die Wesentlichkeit der Beziehung mitten in die Geschichte. Dies soll anhand von drei sehr bekannten Männern und ihren im Allgemeinen eher unbekannten – aber für sie und ihr Wirken essenziellen – Frauen verdeutlicht werden: Viktor mit Tilly und ...
Größe wächst im Gegenüber
Frankl, Churchill, Dostojewski – wie ihre Frauen ihr Leben, Denken und Wirken entscheidend mitprägten und heraus-forderten. Teil eins von zwei.
