Odysseus ist in der Hölle gelandet. Im „Malebolge“, dem achten Höllenkreis, um genau zu sein. Dort gehören sie hin, die Trickser und Betrüger. Und wer wäre ein schlimmerer Täuscher gewesen als der Grieche, durch dessen hölzernes Pferd Troja zu Fall kam? Zur Strafe muss er brennen, allein, eingehüllt in eine Flamme. Dieses postmortale Schicksal für den von Homer als „vielgewandt“, „listenreich“ und „göttlich“ besungenen Helden hat sich Dante Alighieri in seiner „Divina Commedia“ ausgedacht. Hätte es Anfang des 14.
Wandlungsreicher Odysseus
Anti-weiß und woke? Oder konservativ und christlich? Die Deutungen von Christopher Nolans „Odyssee“-Verfilmung könnten unterschiedlicher kaum sein. Die Kontroverse spricht für das Werk.
