Es gibt Städte in Europa, in denen die Jungfrau Maria noch immer sichtbar aus Stein und Glas herrscht. Dem Pilger fällt das sofort auf: die „Madonelle“ Roms, Marienheiligtümer, die sich in die Straßenecken von Florenz schmiegen, Statuen der Jungfrau, die von Kirchenfassaden und selbst von öffentlichen Gebäuden herabblicken. In England hingegen fühlt es sich seit der Reformation oft anders an. Das marianische England wurde vielerorts zu einem England der Abwesenheiten: zerschlagene Statuen, weiß getünchte Wände, leere Nischen, verstümmelte Lettner, zerbrochener Marmor, zerstörte Heiligtümer. Man begegnet häufig nicht mehr Maria selbst, sondern lediglich den Spuren dessen, wo sie einst gestanden hat. Eine bemerkenswerte ...
Marias Oxford
Oxford ist die vermutlich marianischste Universitätsstadt Englands. Es gibt sogar das Gerücht, Oxford besitze mehr mittelalterliche Marienbilder als jede andere Stadt Englands.
