Herr Hartl, viele junge Männer scheinen heute auf Identitätssuche zu sein. Sie haben Schwierigkeiten, eine Partnerin zu finden, eine Familie zu gründen, auf eigenen Beinen zu stehen. Viele flüchten sich zu zweifelhaften Macho-Vorbildern wie Andrew Tate. Was muss sich aus Ihrer Sicht gesellschaftlich ändern, damit Männer wieder zu einem gesunden Selbstbild kommen? Ich glaube, wir brauchen mehr positive Rollenvorbilder für eine Männlichkeit, die eine Balance ist zwischen Stärke und Zärtlichkeit. Es geht bei der Männlichkeit weder darum, ein Macho noch ein Schwächling zu sein. Vielmehr geht es um ein inneres Standing, das einen Zugang zur eigenen Kraft verschafft. Diese Kraft ist nicht gewalttätig, sondern auch offen für die eigene ...
„Jesus ist das Vorbild für geheilte Männlichkeit“
Ist der Mann ein Auslaufmodell? Nein, meint Johannes Hartl und plädiert stattdessen für den „Modern Gentleman“.
