Augenzwinkernd schildert der flämische Autor Felix Timmermans (1886–1947) seine naiv liebenswerten Figuren: etwa das schüchtern in den Gärtner Martinus verliebte Beginchen Symforosa oder den verschmitzten, lebensseligen Bauern Pallieter, der „die Tage melkt“ und Gott in den vielfältigen Schönheiten seiner Schöpfung erfährt. Es bleibt keine Falschheit zwischen den Menschen, alles renkt sich wieder ein. Das Idealbild menschlicher Erfüllung als irdische Harmonie und himmlische Aufgehobenheit zugleich, das Timmermans in seinen Romanen und Erzählungen zeichnet, hat als Hintergrund meist seine flämische Heimatstadt Lier, so wie er sie sich in seligeren Zeiten dachte.
Gotteslob mit Speck im Mund
Im Werk des flämischen Autors Felix Timmermans verbinden sich Weltfreude und inniger Glaube. Seine irdische Heimat Lier war für ihn Vorgeschmack und Vorbildung des Himmels.
