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Glosse: Ins Paradies

Auf der Südseeinsel Pitcairn sind Migranten erwünscht. Zuwachs für die 35 Einwohner im Paradies gesucht.
Inseltraum gesucht? So oder ähnlich könnte das neue Domizil aussehen.
Foto: www.imago-images.de/Reinhard Dirscherl | Inseltraum gesucht? So oder ähnlich könnte das neue Domizil aussehen.

Die Regierung von Pitcairn, einer paradiesischen 35-Seelen-Insel im Südpazifik, ist etwas aus der Zeit gefallen. Sie möchte Immigranten. Ja, Sie haben richtig gelesen. Sie bittet, nein: bettelt, darum, dass Menschen auf die Insel wandern. Nun, wer so weit ab vom Schuss lebt, hat selbigen vielleicht nicht gehört.

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Waren wir nicht schon längst wieder bei „ethnisch rein, Migranten raus“? Und jetzt kommen diese ewiggestrigen Pitkerle: „Attracting new immigrants is key to building Pitcairn´s future“. Migranten willkommen. Und wie!

Das Grundstück gibt es gratis

Die Umzugskosten werden erstattet. Zumindest teilweise. Das Grundstück vor Ort gibt´s gratis. Zur Pacht. Man muss sich nicht einmal – wie sonst so oft bei einsamen Inseln – auf die berüchtigten „drei Dinge“ beschränken, die man mitnehmen mag. Es gibt ein Versorgungsschiff, dass alle drei Monate anlegt, um zuvor bestellte Ware zu liefern. Also: Die achtseitige Bewerbung für eine Niederlassung ausfüllen, migrieren, that´s it. Einfach gehen – so einfach kann´s gehen. Aber: Ein Finanzamt gibt´s auch, im Paradies.

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Themen & Autoren
Josef Bordat Migranten

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