Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Für die CDU-Politikerin Rita Süssmut hat der Nachzug der Familie von Flüchtlingen höchste Priorität. „Die Familie gehört zum Migranten und die kann man nicht einfach abtrennen“, sagte die ehemalige Vorsitzende der Kommission für Migrationsfragen am Montag in Berlin. Das Alleinsein erhöhe die Frustration unter den Betroffenen. „Wir müssen uns auch immer hineinversetzen und fragen, wie erginge es mir ohne Familie als Flüchtling“, mahnte Süssmuth bei der Vorstellung eines Expertenberichts zur Migration im Auftrag der Grünen-nahen Heinrich Böll Stiftung.

Der muslimische Theologe Abdel-Hakim Ourghi fordert Kirchen und Politik zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Islam auf. Er habe Respekt davor, „wie sehr die Politiker der etablierten Parteien und die beiden Kirchen um Dialog mit den konservativen Dachverbänden bemüht sind“, schreibt er in einem Beitrag für die „Süddeutsche Zeitung“. Er sehe jedoch die Gefahr, dass Kritik und „unangenehme Wahrheiten nicht ausgesprochen werden, um nicht den Zorn der muslimischen Minderheitsgesellschaft auf sich zu ziehen“. Wenn Entscheidungsträger zu defensiv agierten, könne sich ein konservativer Islam etablieren, warnte Ourghi: „ein Islam, der mit einer säkularen und pluralistischen Staatsordnung und den damit verbundenen Werten nicht vereinbar ist“.

Themen & Autoren

Kirche

In Skandinavien gibt es so gut wie keine Forderungen nach dem Priesteramt für Frauen, aber den Wunsch nach mehr Hilfe, um dem Glauben und der Lehre der Kirche entsprechend zu leben.
11.08.2022, 13 Uhr
Regina Einig
Das deutsche Ergebnis der Befragung zur Weltbischofssynode zeigt: Mit dem Synodalen Weg können Gremien Monologe führen, aber keine jungen Leute hinter dem Ofen hervorlocken.
09.08.2022, 11 Uhr
Regina Einig