Glosse

Auch Fußball braucht Poesie

Das Tischtuch zwischen Robert Lewandowski und dem FC Bayern scheint zerrissen. Aber einer sieht einen Lichtstrahl am Horizont.
Robert Lewandowski: Wohin führt sein Weg?
Foto: Sven Hoppe (dpa) | Wohin führt sein Weg? Robert Lewandowski mag nicht mehr im Bayerntrikot spielen.

Was waren das noch für Fußball-Zeiten, als Andy Möller über einen Transfer ins Ausland spekulierte: „Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!“ Solche originellen Sprüche hört man vom polnischen Stürmerstar Robert Lewandowski, der nach acht Jahren beim FC Bayern so schnell wie möglich nach Barcelona verduften möchte, nicht.

Sachlich bleiben

Lustige Ansagen sucht man auch auf Seiten des Vereins vergeblich. Vorstands-Boss Oliver Kahn wirkt schmallippig. Nur Ehrenpräsident Uli Hoeneß weiß noch, wie man im Fußball-Geschäft für Unterhaltung sorgt – mit etwas Poesie. So sagte der 70-Jährige jetzt: „Ich würde allen Beteiligten empfehlen, sachlich zu bleiben, die Sache nicht eskalieren zu lassen, und dann wird auch über dem Haus Lewandowski-Bayern München wieder bald die Sonne scheinen.“

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Hendrik ter Mits Lyrik Oliver Kahn Robert Lewandowski Uli Hoeneß

Weitere Artikel

Viele Unternehmer gehen bald in den Ruhestand – und ordnen ihre Nachfolge oft zu spät.
06.12.2021, 21 Uhr
Richard Schütze
Mit „Pajazzos Saltos“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten erschienen, die der verstorbene „Tagespost“-Autor Jürgen Liminski zu Weihnachten für seine Kinder geschrieben hat: Ein Buch voller ...
15.12.2021, 09 Uhr
Markus Reder

Kirche

Der Ton bei Kirchens wird rüder. Nun verschärft das Internetportal katholisch.de seine Netiquette und stellt Kriterien auf, über die man streiten kann.
03.12.2022, 11 Uhr
Regina Einig
Die Gruppe, die zum kontinentalen europäischen Vorbereitungstreffen der Weltsynode nach Prag fahren soll, repräsentiert die deutschen Katholiken in keiner Weise.
02.12.2022, 11 Uhr
Dorothea Schmidt
Nach russischer Empörung wurden die Internetseiten des Heiligen Stuhls attackiert. Auffällige Parallelen zum Hacker-Angriff auf das Europäische Parlament.
01.12.2022, 12 Uhr
Meldung
Der heilige Bernardo ist der Schutzpatron von Parma und wird von den Vallombrosianern nach dem heiligen Benedikt von Nursia und dem heiligen Giovanni Gualberti als ihr dritter Gründervater ...
03.12.2022, 21 Uhr
Claudia Kock
Deutsche Stimmen zum römischen Einspruch: Wie soll es weitergehen nach den Referaten der Kardinäle Luis Ladaria und Marc Ouellet?
01.12.2022, 13 Uhr
Redaktion