Glosse

Auch Fußball braucht Poesie

Das Tischtuch zwischen Robert Lewandowski und dem FC Bayern scheint zerrissen. Aber einer sieht einen Lichtstrahl am Horizont.
Robert Lewandowski: Wohin führt sein Weg?
Foto: Sven Hoppe (dpa) | Wohin führt sein Weg? Robert Lewandowski mag nicht mehr im Bayerntrikot spielen.

Was waren das noch für Fußball-Zeiten, als Andy Möller über einen Transfer ins Ausland spekulierte: „Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!“ Solche originellen Sprüche hört man vom polnischen Stürmerstar Robert Lewandowski, der nach acht Jahren beim FC Bayern so schnell wie möglich nach Barcelona verduften möchte, nicht.

Sachlich bleiben

Lustige Ansagen sucht man auch auf Seiten des Vereins vergeblich. Vorstands-Boss Oliver Kahn wirkt schmallippig. Nur Ehrenpräsident Uli Hoeneß weiß noch, wie man im Fußball-Geschäft für Unterhaltung sorgt – mit etwas Poesie. So sagte der 70-Jährige jetzt: „Ich würde allen Beteiligten empfehlen, sachlich zu bleiben, die Sache nicht eskalieren zu lassen, und dann wird auch über dem Haus Lewandowski-Bayern München wieder bald die Sonne scheinen.“

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